Bürgermeister Dr. Timo Czech und der Kommodore Oberst Stefan Kleinheyer mit der unterzeichneten Patenschaftsurkunde

Gemeinde Nörvenich und Boelcke-Geschwader schließen Patenschaft


Verbunden fühlten sich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Nörvenich mit dem dort beheimateten Luftwaffen-Geschwader „Boelcke“ schon immer. Seit den 50er-Jahren haben viele Einwohner der Gemeinde als Soldaten oder Zivilbedienstete auf dem Flugplatz Arbeit gefunden oder ihre Kinder fuhren mit der Schulklasse auf den Fliegerhorst zum Schwimmunterricht in das Hallenbad. Noch heute beschäftigt die Bundeswehr rund 450 zivile Mitarbeiter und etwa 950 Soldaten am Standort Nörvenich und ist damit größter Arbeitgeber und größter Berufsausbildungsträger in der knapp 11.000 Einwohner zählenden Gemeinde. In den letzten Jahren hat die Bundeswehr mit Umstellung auf das Kampfflugzeug Eurofighter circa 150 Millionen Euro in die Modernisierung der Infrastruktur des Fliegerhorstes investiert, wobei lokale Unternehmen bei der Bauausführung in nennenswertem Umfang Berücksichtigung fanden. Auch bei den Herausforderungen der Flüchtlingskrise stand die Bundeswehr der Gemeinde bei und stellt seither ein Unterkunftsgebäude mietfrei zur Verfügung. Die Gemeinde ihrerseits unterstützt mit Feuerwehr und Ordnungskräften bei Großveranstaltungen wie dem „Tag der Bundeswehr“, und arbeitet eigeninitiativ für eine stärkere Anerkennung des Dienstes unserer Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft – etwa durch die Aktion der Anbringung von Schildern „Gemeinde Nörvenich – Heimat des Boelcke-Geschwaders“ an Nörvenichs Zufahrtsstraßen. Auch die Bereitstellung eines Kontingents an Kita-Plätzen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in enger Abstimmung mit dem Kreis Düren in Vorbereitung. Natürlich gibt es auch kritische Punkte, so etwa Anlagenschutzbereiche von Flugsicherungseinrichtungen, welche die Planungen der Gemeinde im Hinblick auf die Errichtung von Windkraftanlagen ebenso beeinträchtigen können, wie die Errichtung besonders hoher Gebäude in Gewerbegebieten. Auch Fluglärm ist bisweilen ein Thema. „Kritische Punkte gibt es in jeder Beziehung. Letztlich ist es eine Frage, wie man mit diesen Dingen umgeht. Die Bundeswehr hat sich in meiner Amtszeit allzeit gesprächsbereit gezeigt und wo wir gemeinsam intensiv nach Lösungen gesucht haben, wurde auch immer eine gefunden“, beschreibt Bürgermeister Dr. Czech das gute Miteinander. So wurde beispielsweise nach Einführung des aktuellen Waffensystems, dem Eurofighter, das Abflugverfahren nach Osten dahin gehend geändert , dass die Lärmbelastung des Ortsteils Eschweiler über Feld reduziert wurde. Auch der Rat der Gemeinde Nörvenich sieht das so. Die Ratsmitglieder waren in diesem Jahr zusammen mit Ortsvorstehern und Sachkundigen Bürgern schon zu einem Informationsbesuch auf dem Flugplatz und haben ihrerseits den Geschwaderkommodore, Oberst Kleinheyer, zu einem Vortrag in ihre Ratssitzung eingeladen. Nun möchte man nicht nur als Vertreter der Standortgemeinde Nörvenich weiter die Freundschaft pflegen, sondern mit dem Eingehen einer formellen Patenschaft mehr Verantwortung für eine dauerhafte Verbundenheit übernehmen und echte Nähe auch nach außen demonstrieren. Im Beisein zahlreicher Soldaten, Verwaltungsmitarbeiter, Ratsvertreter und Ehrengäste, unterzeichneten am Freitag, 09. September, Bürgermeister Dr. Timo Czech und Kommodore Oberst Stefan Kleinheyer, die Patenschaftsurkunden. „Eine Patenschaft wird zwar zwischen zwei Institutionen geschlossen, aber nur Menschen sind in der Lage eine Patenschaft mit Leben zu erfüllen. Auch deshalb sind wir heute so zahlreich hier erschienen. Wir fördern damit die Kontakte und den gegenseitigen Austausch auch unterhalb der Leitungsebene und ich bin sicher, dass dies noch viele Früchte tragen wird“, resümiert Oberst Kleinheyer.
 

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Tel. 112 oder 110

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keitsbereich der Gemein-
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