Bauen in der Gemeinde

Förderung der energetischen Sanierung von Eigenheimen und Mietwohnungen

Barrierefreies Wohnen wird mit Niedrigzinsen gefördert

 

Kreis Düren. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung stellt immer größere Anforderungen an das Wohnen im Eigenheim und der Mietwohnung. Der Kreis Düren fördert deshalb den barrierefreien Ausbau aus Mitteln des Wohnraumförderprogramms 2012 des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro. Ziel dieser Förderung ist es, allen Menschen ein möglichst langes Wohnen in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

 

Im Vordergrund steht der Einbau einer bodengleichen Dusche mit rutschhemmender Oberfläche. Weiterhin kann etwa der Einbau eines Treppenliftes, eines unterfahrbaren Waschtisches und elektrischer Türöffner gefördert werden. Des weiteren  ist auch  der barrierefreie Umbau eines Balkons oder einer Terrasse sowie der Ein- oder Anbau eines Aufzuges in oder an einem Mehrfamilienhaus förderfähig. Dazu gehört auch die Herstellung der Barrierefreiheit auf Wegen, Freiflächen und Stellplätzen des Grundstücks. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass nur solche Maßnahmen gefördert werden können, mit denen noch nicht begonnen wurde.     

 

Die Förderung erfolgt unabhängig von der Höhe des Einkommens in Form eines Darlehens. Das Darlehen beträgt 50% der förderfähigen Bau- und Baunebenkosten, höchstens jedoch 15.000 Euro pro Wohnung. Das Darlehen wird bei einer Laufzeit von 15 oder 20 Jahren mit 0,5% verzinst. Neben der Verzinsung ist ein Verwaltungskostenbeitrag von ebenfalls 0,5 % und ein Tilgungsbetrag von 2% zu entrichten. Der Auszahlungsbetrag des Darlehens beträgt 99,6%.

 

Nähere Auskünfte zu den Fördermitteln erteilen in der Kreisverwaltung Düren Udo Kuck unter der Telefonnummer 02421-222714 und Robert Rieck unter 02421-222710.

Baurechtliche Verfahren



Je nach Vorhaben benötigen Sie bestimmte Anträge und Unterlagen.

Freistellungsverfahren

Im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans nach § 30 BauGB ist für den Neubau wie für den Umbau von Wohngebäuden geringer und mittlerer Höhe einschließlich ihrer Nebengebäude und Nebenanlagen keine Baugenehmigung erforderlich, wenn das Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht widerspricht, die Erschließung gesichert ist und die Gemeinde nicht innerhalb eines Monats nach Eingang der Bauvorlagen erklärt, dass das Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll. Zudem müssen auch die nach § 67 BauO NRW von der Baugenehmigungspflicht freigestellten Bauvorhaben die baurechtlichen Vorschriften einhalten. Die Verantwortung zur Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften liegt allein beim Bauherrn und dem Entwurfsverfasser. Vor Baubeginn müssen die von Statik sowie Nachweise über den Schallschutz und den Wärmeschutz vorliegen an der Baustelle vorliegen. Die Bauvorlagen sind bei der Gemeinde Nörvenich einzureichen.

Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren ist das Regelverfahren. Es wird für die Errichtung, Änderung und Erweiterung sowie für Nutzungsänderungen für alle sonstigen Vorhaben bis 22 m Höhe durchgeführt. Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren wird auch durchgeführt, wenn die Bauherrin oder der Bauherr dies für ein genehmigungsfreies Vorhaben beantragt. Es ist auch durchzuführen, wenn die Gemeinde erklärt, dass ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll. Die Genehmigung ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Baugenehmigungsverfahren

Dieses "umfassende" Baugenehmigungsverfahren wird für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen durchgeführt, die besonderen Anforderungen unterliegen. Die Genehmigung ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Nutzungsänderung

Die Änderung der Nutzungsart, auch ohne bauliche Änderungen, ist genehmigungspflichtig. Je nach Vorhaben ist das vereinfachte oder normale Baugenehmigungsverfahren durchzuführen. Die Genehmigung ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Werbeanlagen

Für genehmigungspflichtige Werbeanlagen ( in der Regel
Werbeanlagen größer 1 m²) ist das vereinfachte Genehmigungsverfahren durchzuführen. Die Genehmigung ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Abbruchgenehmigung

Der Abbruch baulicher Anlagen (z. B. Gebäude größer 300 m³ umbauter Raum) sowie anderer Anlagen und Einrichtungen ist genehmigungspflichtig. Die Genehmigung ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Vorbescheid

Vor Einreichung eines Bauantrags kann zu Fragen des Bauvorhabens ein Antrag auf Vorbescheid gestellt werden. Dieser klärt unmissverständlich bereits vor dem Erwerb oder der Teilung eines Grundstücks und vor Erarbeitung des endgültigen Entwurfs die wichtigsten Fragen. Der Bauvorbescheid ist beim Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Düren zu beantragen.

Die jeweils notwendigen Vordrucke halten wir für Sie bereit.

Auskunft aus dem Archiv



Im Bedarfsfall können Archivakten bei der Bauverwaltung eingesehen werden. Sie können Akten auch nach Terminvereinbarung zu abgeschlossenen Bauvorhaben ausleihen.

Um Ihre Anliegen zügig bearbeiten zu können, sollten Sie jedoch folgende Angaben bereithalten:
  • Name des Bauherrn
  • Bauort (Straße und Hausnummer oder Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer)
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nur gegen Vorlage des Eigentumsnachweises (aktueller Grundbuchauszug und/oder Vollmacht des Eigentümers) Auskünfte aus der Bauakte erteilt werden können!