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Gemeinde Nörvenich

Gut aufwachsen in der Gemeinde Nörvenich!

Attraktivitätsinitiative für Öffentliche Spielplätze

Seit dem 07.05. sind die Kinderspielplätze im Zuge der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen wieder geöffnet worden. Wir nehmen dies zum Anlass auch über unsere Spielplätze zu berichten, zumal es hier viel zu erzählen gibt.

Zu unserer Initiative „Gut aufwachsen in der Gemeinde Nörvenich!“ gehört es nicht nur gute Kitas und Schulen zu haben, sondern auch bei anderer kommunaler Infrastruktur, wie etwa Spielplätzen, für Kinder und Jugend attraktiv zu bleiben.

Hat der Gemeinderat vor einigen Jahren bei einer Bereisung aller unserer 17 Spielplätze noch festgelegt, dass möglichst jeder Spielplatz eine Rutsche, eine Wippe und eine Schaukel als Standardausrüstung haben soll, so sind diese drei Spielgeräteklassiker heute nicht mehr das, was einen attraktiven Spielplatz ausmacht, andererseits aber auch nicht überflüssig. Der Mix aus verschiedenen Spielgeräten bringt Abwechslung ins Spiel und hält den Spielplatz damit für die Kinder interessant. Spielplätze sind zudem ein Treffpunkt für Kinder. Hier verbringt man die Zeit gemeinsam und an der frischen Luft. Das gemeinsame Spielen mit Freunden fördert die soziale Kompetenz und zur Bewegung anregende Spielgeräte sind wichtig für die motorische Entwicklung.

Der Erkenntnis folgend, dass Abwechslung wichtig ist und unsere Spielplätze alle eine unterschiedliche Größe und einen unterschiedlichen Zuschnitt haben, wurde das Ziel eines „Standards“ aufgegeben. Heutzutage müssen alle Spielgeräte auf Öffentlichen Spielplätzen den Vorgaben der DIN EN 1176 entsprechen. Darin sind als Sicherheitsanforderung auch die sog. „Fallschutzräume“ genau festgelegt. Dies erklärt, warum nicht jedes Spielgerät auch auf jedem Spielplatzgrundstück aufgebaut werden kann – oft reicht der Abstand zur Grundstücksgrenze oder zu anderen, schon vorhandenen Spielgeräten, nicht aus, um den nach der Norm erforderlichen Fallschutzraum abzubilden. Es bedarf also individueller Betrachtung und Planung. Hier ein Beispiel: Die Länge des für den Spielplatz Burgpark geplanten neuen Piraten-Spielschiffes beträgt 7,88m. Der Fallschutzbereich hat aber eine Ausdehnung von 11,14m.

Bei der Planung wollen viele Menschen mitreden. Kinder (und deren Eltern) können Vorschläge machen. Gehör finden zudem auch unsere Ortsvorsteher. Entscheiden müssen letztlich die Spielplatzexperten in unserer Bauverwaltung und sich dabei neben den Wünschen und den Platzverhältnissen auch nach den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln richten. Bisweilen stammen diese aus speziell dafür geleisteten Abgaben der Erschließungsträger neuer Baugebiete – dann sind die Gelder ortsgebunden.

Die Mitarbeiter unserer Bauverwaltung sind es auch, die hinterher, ggfs. zusammen mit externen Experten, die Sicherheitsabnahme neuer Spielgeräte durchführen. Zudem kümmert sich das Team des gemeindlichen Bauhofes darum, die Sicherheit der Spielgeräte regelmäßig zu kontrollieren und defekte Teile auszutauschen. Teilweise führt der Bauhof sogar den Aufbau neuer Spielgeräte selbst durch – das spart Kosten. Am häufigsten sorgen von Fäulnis befallene Holzteile für Arbeit, weshalb bei neuen Spielgeräten auf die vollständige Holzfreiheit geachtet und statt dessen vor allem auf Aluminium, verzinkten und pulverbeschichteten Stahl und Kunststoffmaterialien gesetzt wird.

Außer an den in den Bildern gezeigten Spielplätzen, bestehen für 2020/2021 konkrete Planungen für neue Spielgeräte in den Orten Rath (komplette Spielplatzverlegung und – neugestaltung wegen Kita-Erweiterung), Eggersheim und Oberbolheim. Hinzu kommt im nächsten Jahr auch der Bau des Bachauenerlebnis- und Begegnungsfeldes in der Neffelbachaue, wo ebenfalls attraktive neue Kinderspielgeräte aufgestellt werden. Wer seinen Ort in dieser Aufzählung noch vermisst, dem sei gesagt, dass bei 17 Spielplätzen die Arbeit eigentlich nie endet. Ist die Kommunalverwaltung am einen Ende fertig, dann geht es am anderen Ende weiter. Ziel dieses Berichtes ist es aufzuzeigen, dass die Verbesserung unserer Kinderspielplätze zu einer Priorität gemacht wurde und es auch bei diesem Thema sichtbar vorangeht. Im Zweifel bitte einfach etwas Geduld haben. Alle kommen an die Reihe, nur nicht gleichzeitig.

Bürgermeister, Rat und Verwaltung wünschen den Kindern in unserer Gemeinde ganz viel Freude und Spielspaß auf den nun wiedereröffneten Spielplätzen!

Mit dem Neubaugebiet „Rommelsheimer Straße“ erhält Binsfeld auch einen zweiten Spielplatz, da der bisherige Spielplatz „Am Mohlenpfad“ ganz am anderen Ende des langgezogenen Dorfes liegt. Peter Ehser, Geschäftsführer von ideal² Immobilien, dem Erschließungsträger des Neubaugebietes, wird den neuen Spielplatz in den nächsten Monaten anlegen lassen. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, auch auf dem „alten“ Spielplatz für ein neues Spielgerät zu sorgen. Ein herzliches Dankeschön dafür!

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